S.159 LEGEND, Dresden
     
  

Dresden wird Residenzstadt

Nach dem Tode Friedrichs des Sanftmütigen 1464 teilen sich die Söhne Ernst und August in die Herrschaft. Dabei wird die gemeinsame Residenz von Meißen nach Dresden verlegt.

Bei der Teilung Sachsens (Leipziger Teilung) zwischen Ernst und Albrecht dem Beherzten 1485 kam Dresden an letzteren und blieb seitdem ununterbrochen Residenz der albertinischen Linie. Am 15. und 16. Juni 1491 wurde der größte Teil der Stadt durch einen Großbrand zerstört. Albrechts Sohn, Herzog Georg der Bärtige, ließ von 1521 bis 1528 die Befestigungen der Stadt verstärken und 1534–1537 das Georgenschloss erbauen.

Sein Nachfolger Heinrich der Fromme führte 1539 hier die Reformation ein und im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges erhielten die albertinischen Fürsten 1547 die Kurwürde. Somit war Dresden Hauptstadt des bedeutendsten protestantischen Landes, welches nach den Habsburgischen Ländern der mächtigste deutsche Staat war.

Kurfürst Moritz, gab den Festungswerken der Altstadt eine andere Gestalt, legte die Moritzstraße an und sorgte für eine zweckmäßige Verwaltung der Stadt. Sein Bruder und Nachfolger August ließ die Straßen pflastern, die Kreuzschule, die Annenkirche, das Zeughaus, den Jägerhof nebst vielen anderen öffentlichen Gebäuden erbauen und wurde der Gründer der Bibliothek und der meisten wissenschaftlichen und Kunstsammlungen.

Im Zuge dieser Förderung der Künste wurde 1548 die Hofcantorey, der Vorläufer der sächsischen Staatskapelle gegründet und im gleichen Jahr wurde auch der Grundstein für die höfischen, später sächsischen Kunstsammlungen gelegt.





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