S.172 LEGEND, Dresden
     
  

Die Zerstörung Dresdens

Am 13. Februar 1945 gegen 21:30 Uhr; es war die Nacht zum Faschingsdienstag. Keiner von der Bevölkerung hatte je mit einer solchen Barbarei gerechnet. Vom Angreifer war alles eiskalt berechnet, Die Stadt Dresden sollte dem Erdboden gleich gemacht werden. Kein Stein sollte auf dem anderen bleiben. Dresden sollte von der Karte Deutschlands ausradiert werden.

Angloamerikanische Bomber näherten sich der Stadt mit der Aufgabe, ihre Bombenlast ausschließlich im Stadtgebiet von Dresden zu entladen.

Damit die Stadt zur nächtlichen Stunde besser zu erkennen war, wurden Leuchtbomben auf die Stadtteile Strehlen, Schweizer Viertel und Dresdner Friedrichstadt abgeworfen. Dadurch war das Zielgebiet, die Innenstadt von Dresden, abgesteckt und beleuchtet.

Noch heute wird gesagt, dass die Bomber zusätzlich von dem Haus „San Remo“ in unmittelbarer Nähe des Hotels Luisenhof im Stadtteil Loschwitz in das Elbtal manövriert wurden und konnten so ihre Bombenlast zielgenau ausklinken.

Ein Regen von Brand- und Flüssigkeitsbomben und dazwischen zahllose Sprengbomben ergoß sich über die Stadt. Dresden versank innerhalb weniger Minuten in einem Flammenmeer von einem Ausmaß einiger Quadratkilometer.
 

  

Das Feuer erzeugte einen so heftigen Sog, dass Menschen, die diesem Inferno entkommen wollten, einfach in die Flammen hineingezogen wurden. Tausende von Menschen in den Kellern erstickten, viele irrten als lebende Fackeln bis zu ihrem Tode durch die Strassen.

Mit Worten sind die Furcht und Todesqualen Hunderttausender von Menschen in diesen Stunden nicht zu schildern. Die Innenstadt und alle damit verbundenen historischen Bauwerke versanken in der Feuersbrunst, ebenso tausende Wohnhäuser und andere Einrichtungen.

Doch davon nicht genug, eine zweite Welle angloamerikanischer Bomber erreichte Dresden nachts um 1:30 Uhr. Erneut versetzte furchterregendes Sirenengeheul die noch verängstigten Menschen in lähmende Angst und Schrecken. 

Wiederum wurden unzählige Brand- und Sprengbomben in die noch brennende Stadt und deren Peripherie abgeworfen. Abertausende Menschen hatten sich auf die weiten Flächen der Elbwiesen und in den Großen Garten gerettet, sie glaubten, durch ihre gelungene Flucht der Hölle entkommen zu sein.

Da geschah das Unfaßbare.

Eine Unzahl dieser todbringenden Bomben explodierte unmittelbar inmitten der Menschen und zerfetzte sie. Vor allem Frauen, Kinder und Ältere wurden auf dieser Art und Weise bestialisch umgebracht.

Am 14. Februar gegen 12:00 Uhr mittags zerschmetterte ein dritter Angriff den noch übriggebliebenen Rest der Stadt mit ihren Vorstädten.

Ein Geschwader von Tieffliegern hatte die unmenschliche Aufgabe, in die sich auf der Flucht befindlichen Menschenkolonnen mit ihren Bordwaffen hinein zu feuern und alles zu töten, was zu töten war.

In weniger als 24 Stunden war Dresden ausradiert.

Die einst schöne und stolze Stadt war nur noch ein stinkender und vom Flammenmeer gekennzeichneter Schutthaufen.

Als Wahrzeichen stand nur noch der gewaltige Bau der Frauenkirche.

Doch auf Grund der unheimlichen Hitze war die Stabilität des gewaltigen Bauwerkes so stark beeinträchtigt, dass die Frauenkirche dann am 15. Februar, genau wie die umliegenden Gebäude, in Schutt und Asche versank.

Es war vollbracht – Dresden war tot





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