S.184 LEGEND, Dresden
     
  

Stadt der Künste

Kunst hat in Dresden eine lange Tradition. Bereits seit dem Mittelalter waren im Auftrag des sächsischen Hofes bedeutende zeitgenössische Künstler in der Stadt tätig gewesen.

Eine außergewöhnliche kulturelle Blüte erlebte Dresden im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft August des Starken und August III., die ihre Residenz zu einer der prächtigsten Städte Europas ausbauten. Architektur, Kunst und Musik nahmen im »Augusteischen Zeitalter« einen bedeutenden Aufschwung. Beide Monarchen zogen hervorragende Künstler an ihren Hof: Der französische Maler Louis de Silvestre überlieferte mit seinen Porträts ein beeindruckendes Bild der sächsisch-polnischen Herrscher, während der Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger einzigartige Kunstwerke von bisher ungekannter Schönheit und Kostbarkeit schuf.

Johann Friedrich Böttger gelang nach unzähligen Versuchen die Erfindung des europäischen Porzellans, des legendären »weißen Goldes« Sachsens und seit 1743 wölbte sich die berühmte glockenförmige Kuppel der Frauenkirche George Bährs über der Stadt.
1755 erschien in Dresden Johann Joachim Winckelmanns aufsehenerregende Schrift »Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Wercken in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst«, die die Abkehr von der höfischen Formensprache des Rokoko propagierte und die Epoche des Klassizismus einleitete.

Dresden wird mit Recht als eine der schönsten Großstädte Deutschlands und der Welt bezeichnet. Ein Blick auf die Silhouette der Stadt vom Königsufer aus, welche in seltener Pracht zu neuer Schönheit erwacht ist zeigt, dass die Stadt Dresden nicht nur reich an Sehenswürdigkeiten und Schönheiten, sondern auch eine Stadt künstlerischer Besonderheiten mit Weltrang ist. Diesen Ruf hat sie sich zu einer Zeit erworben, als August der Starke (1694 bis 1733) in Sachsen regierte. Nun hat sie sich diesen Ruf nicht nur zu erhalten vermocht, sondern sie ist ein Hort künstlerischen Schaffens bis in die Gegenwart hinein geblieben. Untrennbar ist das Schaffen so mancher grosser deutscher Meister mit Dresden verbunden. Ein Richard Wagner schuf hier seinen "Lohengrin", ein Carl Maria von Weber seinen "Freischütz", Goethe, Schiller und Theodor Körner wurden von dem Zauber dieser Stadt angezogen.

Dresden ist noch heute eine der modernsten Kunststätte der Welt. Die Bühnenkunst besitzt Weltruf, in den Museen befinden sich unermäßliche Schätze und es gibt Künstler von Weltruhm auf die wir Dresdner Stolz sind.





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