S.186 LEGEND, Dresden
     
  

Peter Schreier

Aufgewachsen im sächsischen Gauernitz, trat Peter Schreier 1945 dem Dresdner Kreuzchor bei und wurde vom Chorleiter Rudolf Mauersberger als Talent entdeckt. Bereits als Knabenalt machte Peter Schreier auf sich aufmerksam, was Tonaufnahmen aus dieser Zeit zeigen. Nach seinem Stimmbruch wurde er Tenor. In den Evangelistenpartien der Oratorien Johann Sebastian Bachs wurde er weltweit bekannt.

Peter Schreier sang zudem etliche Rollen in Opern (Fidelio, Die Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte, Das Rheingold, Pfitzners Palestrina), meist an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Er zählte zu den führenden Musikern in der DDR und erwarb sich auch international Reputation – mancher spricht vom „gesanglichen Exportschlager“ der DDR –, die ihn an die großen Operbühnen und zu den bedeutenden Festspielen der Welt, etwa die Salzburger Festspiele, führte. Sein Album Peter Schreier singt Weihnachtslieder war mit rund 1,4 Millionen Exemplaren der mit Abstand meistverkaufte Tonträger in der Geschichte der DDR.

Schreiers Repertoire war breit gefächert, neben dem Lied- und Oratorienbereich, einem seiner Meisterbereiche, wirkte er im Opern- aber auch im Operettenfach (etwa als Orpheus in der Dresdner Aufführung des Offenbachschen Orpheus in der Unterwelt).

Von 1984 bis 1990 war er Präsident des „Kuratoriums Schauspielhaus Berlin“ (später Konzerthaus Berlin), dem auch Theo Adam angehörte.

Peter Schreier war letztmalig am 22. Dezember 2005 in Prag als lyrischer Tenor zu erleben.

Er dirigierte u. a. die Berliner Philharmoniker, die Hamburger Symphoniker, die Dresdner Staatskapelle, die Wiener Symphoniker, das Mozarteum-Orchester Salzburg, das Gürzenich-Orchester, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg und das Los Angeles Philharmonic Orchestra.





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