S.191 LEGEND, Dresden
     
  

Unser Sachsenlied

 

Text: Jürgen Hart (1942-2002)

Melodie: Arndt Bause (1936-2003)

Erscheinungsjahr: 1979

Sing, mei Sachse, sing !
Dor Sachse liebt das Reisen sehr -
Nu nee, nich das in den Knochen.
Drum fährt er gerne hin und her
in sei'n drei Urlaubswochen:
Bis nunter nach Bulgarchen,
dud er de Welt beschnarchen.

Und sin de Goffer noch so schwer,
un sind se voll, de Züche,
un isses Essen nich weit her:
des gennt er zur Genüche!
Dor Sachse dud nich gnietschen,
dor Sachse singt e Liedchen:

Sing, mei Sachse, sing,
es is e eichen Ding,
un ooch e düchtsches Glück,
um d'n Zauber der Musik.
Schon des gleenste Lied
des leecht sich uffs Gemiet,
un macht dich oochenblicklich
zefrieden, ruhich un glücklich!


Dor Sachse liebt n satten Saund
un tut vor Geichen röhren.
Ob Obbernhaus, ob Unnergraund,
nich wahr, das musser hörn!
Un schluchzt der Geichenbochen,
denn grischt er feichte Oochen.

Dor Sachse schmilzt ehm leicht dahin
uff des Gesanges Fliecheln.
Doch eh de Träne droppt vom Kinn,
da weeß er se zu ziecheln.
Dor Sachse dud nich wein'n,
dor Sachse stimmt mit ein:

Sing, mei Sachse, sing,
es is e eichen Ding,
un ooch e düchtsches Glück,
um d'n Zauber der Musik.
Schon des gleenste Lied
des leecht sich uffs Gemiet,
un macht dich oochenblicklich
zefrieden, ruhich un glücklich!


 
Dor Sachse is de Welt bekannt
als braver Erdenbircher.
Un fährt er ringsrum duch es Land,
da macht er keenen Ärcher.
Da braucht er seine Ruhe
un ausgelatschte Schuhe.

Un kommt der Sachse nach Berlin,
da könn se ihn ne leiden.
Da wolln se'n eene driber ziehn, 
da wolln se mit ihm streiten.
Un dud morn och verscheissern,
sei Liedchen singt er eisern:

ne wahr?!! 

Sing, mei Sachse, sing,
es is e eichen Ding,
un ooch e düchtsches Glück,
um d'n Zauber der Musik.
Schon des gleenste Lied
des leecht sich uffs Gemiet,
un macht dich oochenblicklich
zefrieden, ruhich un glücklich!


Dreie, Viere

Sing, mei Sachse, sing,
es is e eichen Ding,
un ooch e düchtsches Glück,
um d'n Zauber der Musik.
Schon des gleenste Lied
des leecht sich uffs Gemiet,
un macht dich oochenblicklich
zefrieden, ruhich un glücklich!

 

 





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