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Wozu braucht man ...

Diese Seite dient nur der groben Vor-Orientierung, was bei Notfällen zu tun ist und darf nicht als Ratgeber verwendet werden. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr! Bei akuten Notfällen muß deshalb immer eine andere Hilfe (Rat eines Experten etc.) gesucht werden!

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... eine Rettungsdecke?

Die Rettungsdecke (genaugenommen handelt es sich um eine Hightech-Folie) ist so groß, dass Unfallopfer vollständig in sie eingewickelt werden können. Die Rettungsdecke kann - abhänig von der Art der Benutzung - sowohl wärmen als auch kühlen und schützt auch gegen Nässe.

Wenn die Decke wärmen soll, muss ihre silberne Seite zum Körper weisen. Sie reflektiert etwa 85 Prozent der Wärmeabstrahlung
und schützt dadurch sehr effektiv vor einer Auskühlung (wichtig z.B. bei Schock-Patienten die auch bei warmen Verhältnissen meistens frieren). Aber Achtung: das alleine reicht möglicherweise nicht aus, weil die Rettungsdecke nur die sogenannte "Strahlungswärme" zusammenhält, nicht aber die Kontaktwärme, die über die Oberfläche abgeleitet wird. Diese Wärmeableitung kann nur durch intakte, darunterliegende (trockene!) Bekleidung oder zusätzliche Textilien (z.B. einer Wolldecke) verhindert werden. Dazu müssen sich die wärmenden Textilien immer unter der Rettungsdecke befinden!

Wenn die Decke kühlen soll, muss ihre silberne Seite nach außen weisen. Die Folie reflektiert dann einen großen Teil der Sonnenstrahlen und unter der Decke bleibt es kühl. Falls Sie einmal bei großer Hitze in einen Stau geraten, kann die Rettungsdecke Sie und Ihre Mitfahrer vor einer Überhitzung oder einem Sonnenstich schützen.

So merkwürdig es klingt: machen Sie es auch im Sommer wie die Beduinen und ziehen unter der Rettungsdecke "warme" Kleidung an. Das gegenteil passiert nämlich: die äußere Wärme wird abgehalten! 

... ein Dreiecktuch?

Weil nicht steril, ist das Dreiecktuch als Verbandmittel für die direkte Wundabdeckung ungeeignet! Das Dreieckstuch ist ansonsten universell z.B. als Fixiermittel, zur Polsterung oder als Tragehilfe einsetzbar!

... eine Mullbinde?

Eine Mullbinde ist ein nicht steriles Verbandmittel, das zum Fixieren keimfreier Wundauflagen dient. Bitte nicht mit dem sterilen Verbandpäckchen verwechseln! In früheren Zeiten gab es keine elastischen Binden, deswegen wurden Verbandtechniken - wie z.B. der "Schildkröten-Verband", mit der ein Ellenbogen oder Knie verbunden wurde oder den "Kornähren-Verband" für den Unterschenkel - gelehrt und geübt, die heute kaum noch jemand beherrscht.

Inzwischen werden Mullbinden meistens durch modernere Binden ersetzt, es gibt elastische Trikotbinden und Schlauchverbände
in nahezu allen Größen, die wesentlich besser sitzen und kaum einschnüren können.

Mullbinden sind in Deutschland in der DIN 61631 genormt.

... eine Wundauflage?

Eine Wundauflage ist keimarm (aber nicht unbedingt steril) und nicht flusend. Diese Bedingungen erfüllen die im Verbandkasten enthaltenen Verbandmaterialien, sofern die Einzelverpackungen unbeschädigt ist. Ersatzweise können frische, möglichst gebügelte Tücher aus glattem Leinen- oder Baumwolltuch verwendet werden. Gänzlich ungeeignet sind Papiertaschentücher oder ähnliches!

Eine Wundauflage wird auf äußere Wunden gelegt, um das Eindringen von Fremdkörpern in die Wunde zu verhindern und Blut und Wundsekret aufzunehmen. Es gibt Wundauflagen zur "trockenen Wundbehandlung" und welche für die "feuchte Wundbehandlung" (siehe dazu auch: » Erste-Hilfe vor Ort).

... eine Kompresse?

Eine Kompresse ist eine Wundauflage aus einem Stück Mull (Gaze), Vliesstoff, oder auch einem gefalteten Tuch, das zur Blutstillung (u. a. durch Druck) und dem Schutz der Wundfläche dient.

Der Begriff „Kompresse“ kann sich dabei auf den gesamten Verband, oder nur die Wundauflage, beziehen – zurechtgeschnittene, abgepackte und meist sterile Wundauflagen werden im Handel nämlich ebenfalls als Kompresse bezeichnet.

Typischerweise wird eine Kompresse angelegt, indem die Wundauflage mit einem Klebstreifen (Pflaster) fixiert und dann mit einer Mullbinde umwickelt wird, so dass ein leichter (!) Druck auf die Wunde ausgeübt und der Blutfluss gestoppt wird.

Eine Sonderform stellt das Verbandpäckchen dar, bei dem Wundauflage und Binde integriert sind.

... ein Verbandpäckchen?

Verbandpäckchen sind steril verpackt, zu erkennen an dem aufgedruckten, mit einer stilisierten Sanduhr gekennzeichneten Verfalldatum und darf nur innerhalb der angegebenen Ablauffrist benutzt werden.

Ein Verbandpäckchen ist ein Verbandmittel, bei dem eine Wundauflage mit einer Mullbinde fest verbunden ist. Es dient zur schnellen Erstversorgung von mittelgroßen Wunden. Im Gegensatz zur Mullbinde kann das Verbandpäckchen mit seiner Wundauflage direkt zur Wundversorgung benutzt werden.

Verbandpäckchen sind in Deutschland in der DIN-13151 genormt und nach DIN-13164 vorgeschriebener Bestandteil des Kfz-Verbandkastens.
 

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Quellen:
  
Barmenia
  
Deutsches Rotes Kreuz
  Eigene Recherechen





 
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