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Die Staubecken ...

Die Staubecken waren randvoll!

Hier ein Zeitzeuge: Daniel Megis war einer der ersten, dem es auffiel. Der gelernte Konditor und leidenschaftliche Angler aus Hartha bei Tharandt vor den Toren Dresdens hatte beobachtet, dass die Talsperren von Malter und Klingenberg "randvoll" waren, als das Hochwasser aus dem Erzgebirge heranstürzte. Hatte da jemand geschlafen? Hätten die riesigen Rückhaltebecken nicht vorsorglich geleert werden müssen, um die Wassermassen aufzufangen?

Foto: Die Talsperre von Malter. Errichtet 1913, um Verheerungen von Dresden abzuwenden,
wie sie die Sturzflut von 1897 angerichtet hatte.

Wie schon so vieles in der Region, so war auch dieses neun Millionen Kubikmeter Wasser fassende Rückhaltebecken der Roten Weißeritz zweckentfremdet worden. "Zu DDR-Zeiten sind wir da zehn oder zwanzig Meter über Sandstrand gegangen. Diese Streifen sind jetzt verschwunden", erinnert sich der Harthaer. "An den waldgesäumten Ufern lagern Camper mit Wohnwagen und Surfbrettern. Ihnen wollte man wohl nicht den Urlaubsspaß vergällen. Deshalb hielt man den Wasserspiegel auf einem touristisch attraktiven Stand."

Wir lassen uns den Spaß doch nicht verderben ...

Stimmen einiger Zeitzeugen:

"Da hat sich das ins Tal ergossen wie in einem amerikanischen Canyon. Können Sie sich vorstellen, wie das aussah? Und da kamen drei Mühlen hintereinander – und das hängt alles hier in dieser Brücke drinnen. Und das war´s für uns: Das hätte alles nicht sein müssen. Die Talsperren waren voll - deren Fassungsvermögen war fast erschöpft!"

... da war der Spaß vorbei!

"Malter wurde eine Naherholungsoase. Dort hat man noch Sonntags abends die Füllhöhe festgestellt – und die Bürger können wir nennen, die das gesehen haben, dass die Talsperre Malter am Sonntagabend randvoll gewesen ist. Nur weil dort eine Jahrhundertfeier ins Haus stand, Urlauberfest und so weiter und so fort. Hier hat man mit dem Leben und den Sachwerten und den ideellen Werten der Leute gespielt. Und hat die aufs Spiel gesetzt. Nur aus vermutlich kommerziellen Interessen. Das ist das Problem, das ich hier habe. Hätte man die Talsperre Klingenberg beizeiten runtergefahren, dann wäre sicher eine Überschwemmung gekommen. Aber diese Ausmaße, die es hier angenommen hat, egal wo, die hätten vermieden werden können!"





 
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